3D-Drucker Gehäuse aus Küchenschrank bauen

3D-Drucker Gehäuse aus Küchenschrank bauen.

Beim Kauf eines 3D-Druckers macht man sich oftmals noch nicht so sehr die Gedanken, wo der 3D-Drucker später überhaupt stehen soll und unterschätzt dabei auch die Anforderungen, die der 3D-Drucker an seine Umgebung stellt und was man sich selber an Emissionen zumuten möchte.

Ein 3D-Drucker funktioniert am besten, wenn die Luftbewegung und Raumtemperatur während des Druckvorgangs sich möglichst nicht ändert. Ich hatte meinen Anycubic i3 Mega zu Anfang ungeschützt in der zugigen Werkstatt stehen. Wenn man dort die Außentür im Winter öffnete und eine frische Brise hereinwehte, machte sich das gleich im Druckbild eines gerade laufenden 3D-Drucks bemerkbar. Schnell bastelt man sich eine Behelfslösung aus leichten Plattenwerkstoffen. Das sieht dann oft nicht schön aus und schnell wünscht man sich ein geschlossenes Gehäuse.

Falls man den 3D-Drucker in Wohnräumen betreibt, wird man auch schnell feststellen, dass das Betriebsgeräusch eines 3D-Printers ungemein störend sein kann. Neben einigen wirkungsvollen baulichen Modifikationen am 3D-Drucker selber, hilft hier nur eine Einhausung.

Was für ein Gehäuse für einen 3D-Drucker nehmen?

Wenn man sich in der Preisklasse zwischen 200 – 400 € für einen 3D-Drucker bewegt, dann möchte man sicherlich nicht genau soviel oder mehr für eine passende Einhausung ausgeben. Somit bietet sich ein Selbstbau an oder wie in meinem Fall ein Umbau eines alten Küchenschranks.

Wer ein bisschen Ausschau hält oder die einschlägigen Gebraucht-Marktplätze durchsucht, wird dort sicherlich günstige noch gut verwendbare Küchenmöbel finden. Oder man kennt Kollegen, Nachbarn, Freunde oder Familie, die gerade ihre Küche renovieren und dankbar sind, wenn man Altmöbel abnimmt.

Der Kühlkombinations-Küchenschrank als 3D-Drucker-Gehäuse

Die Küchenschränke, die für Kühl-Gefrier-Kombinationen konstruiert sind, haben ideale Abmessungen für einen Standard-3D-Drucker. Üblicher Weise sind diese Schränke 60 cm breit und tief und bieten auf ca. 200 cm Höhe eine Menge Volumen für 3D-Drucker und weitere Ebenen. Natürlich sollte man die Abmessungen seines 3D-Printers kennen und vorher prüfen, ob der Küchenschrank auch ausreichend Platz bietet. Im Falle meines Anycubic i3 Mega, passt es hervorragend.

Je nach Modell des Küchenschranks muss man sich dann noch eine einfache Holzplatte als Standfläche für den 3D-Drucker einbauen. In meinem Fall habe ich mir darunter noch eine Ebene für die Filament-Spule eingebaut. Das Filament wird durch ein kleines Loch zu dem Drucker-Bauraum durchgeführt.

Wichtig ist, dass der Schrank sicher steht, nicht kippelt und unbedingt auch an der Wand befestigt wird.

Wenn man möchte kann man nun noch diverse „Extras“ einbauen. Ich habe z.B. in die obere Küchenschranktür einen Ausschnitt gesägt und dort eine Acrylglas-Scheibe eingesetzt. Um den 3D-Drucker komfortabel ein- und auszuschalten, habe ich Schalter eingebaut, die auch die integrierte Beleuchtung schalten. Zur Kontrolle der Temperatur im Schrank habe ich zwei einfache Digitalthermometer eingebaut. Die Sensoren sind einmal im unteren Bauraumbereich und einmal im oberen Bauraumbereich angeordnet um die Verteilung der aufsteigen Wärme zu kontrollieren.

Für mehr Sicherheit habe ich eine kleine WLAN-Kamera eingebaut um den Druckvorgang aus der Ferne zu überwachen. Es bietet sich ggf. auch an, einen Rauchmelder einzubauen.

WLAN-Kamera zur 3D-Drucker Überwachung

In diesem Video zeige ich, wie ich aus einem alten Küchenschrank ein 3D-Drucker-Gehäuse gebaut habe.

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